Wie seit ihr zu euren Lieblingsverein gekommen ?

  • Ich wusste nicht so ganz wohin mit diesem Thread ich habe ihn einfach mal hier rein.


    Ich wűrde gerne ein paar Geschichten hőren wie ihr zu eurem Lieblingsverein gekommen seit. Und bitte nicht nur einfach ich wohne da halt Geschichte.


    Fűr mich persönlich um so kleiner der Verein ist um so interessanter ist es für mich warum ihr gerade diesen Verein unterstützt und nicht den nächst größeren Verein.


    Es kann auch umgekehrt sein. Vielleicht gibts hier ja auch Fans von einem bestimmten NHL oder KHL Verein oder einem exotischen Verein wie z.B einen englischen Eishockeyverein


    Ihr kőnnt auch schreiben wie ihr generell zum Eishockey gekommen seit

  • Da ich keine 20 Kilometer von Pegnitz entfernt wohne, hat mich mein Vater damals immer zum Eishockey mit nach Pegnitz genommen. Das war so Anfang der 90er Jahre, als ein Dave Hingley, Uwe Seeser, Christian Libor oder Murray Bokenfohr dort (noch) spielten. Glorreiche Duelle mit dem TSV Trostberg mit Ken Grapentine oder Rainer Roßmanith, dem EV Bruckberg oder dem EC Höchstadt gab es damals zu bewundern. Da hat mich das Eishockeyfieber schon gepackt, aber ich hatte Bock auf "mehr".


    Als dann leider 1996 mein Vater überraschend verstarb und ich den Führerschein hatte dachte ich mir eines Freitagnachmittags.... Heut fährste mal nach Amberg. Geile Idee im Nachhinein betrachtet! Mein erstes Spiel dort war ein 22:0 gegen Bad Reichenhall. 1500 Zuschauer und, das kannte ich bis dato nicht, ein Dach über dem Kopf (:thumbup::huh:) Das nächste Heimspiel ein 9:0 gegen den ERC Ingolstadt vor über 2000 Zuschauern in der Vorweihnachtszeit. Seit den Zeiten habe ich in 22 Jahren als Fan des ERSC vielleicht wenn es hoch kommt 15 Heimspiele verpasst. Egal ob Hacker-Pschorr-Liga oder Bezirksliga. Und die Heimspiele auch nur weil ich eine Zeit lang Schicht arbeiten musste und das dann einfach nicht hingehauen hat.


    Heute kann ich den EVP einfach nicht mehr leiden (sorry ist halt so), und es geht nix über den ERSC Amberg

  • Vom Wohnort (Zeil) nach Haßfurt sinds ungefähr 6 km. Bei meinen ersten Spiel war ich noch ein kleiner Pforz, Mitte der 90er mit meiner mittlerweile verstorben Tante mit Bierkasten zugeschaut. (entweder war es Kissingen oder Ulm, das gegen uns gespielt hat)

    Mein erstes richtiges Spiel, wo ich gesehen habe, war zugleich auch einer der letzten Spiele des ERC Haßfurt, glaub des war auswärts in Schweinfurt.

    Danach beim ESC erstes Spiel angeschaut (war das All Star Game) und dann war es um mich geschehen. Einige Spiele schon mitbekommen ("Auswärtsspiel" in Haßfurt gegen Kissingen (Helmaktion), Becherwerfabbruch gegen Nürnberg, Bayernkrug auswärts gegen Kempten, 6-7 daheim gegen Burgkirchen), dazu noch Zeitnehmer, Ordner und Tickerer. In letzter Zeit sehr selten auswärts dabei bzw. einige Heimspiele verpasst (Krankheit, Kind, Haus).

  • Mein erstes Spiel war beim ERV Schweinfurt im Jahre 1979..............damals noch mit Spielertrainer Ferenc Vozar


    Kein Dach über'm Kopf......aber knapp 1500 Zuschauer.............eisige Temperaturen......und jede Menge Glühwein :wacko:


    Zuschauer die einen ordentliche Rabatz machten (es gab noch keine Trommel so wie heute.........aber auf Blecheimern wurde getrommelt und der Takt wurde vorgegeben) .....................

    Ein spannendes hin und her schwankendes Spiel, mit jede Menge "Körperkontakten"....................


    Schneeballwürfe auf einen Schiedsrichter der aus Fan Sicht falsch entschieden hat................Silversterraketen die bei jedem Schweinfurter Torerfolg in den Abendhimmel aufstiegen...................


    Die "Show" nach dem Spiel.....Mannschaft auf's Eis........Goalie die Rolle.........und vieles mehr ließen mich dabei bleiben.


    Erst als Fan..........heute als Betreuer und einer der im Hintergrund ein bisschen mitarbeitet ;)


    Alles in allem eine bislang tolle Zeit mit vielen Kontakten (zu Fans Spielern Schiedsrichtern und Offiziellen)...........................


    Ich möchte diese Zeit nicht missen (egal ob gut oder schlecht) !!

  • Bin Ende der 80 Jahre zum Eishockey gekommen. Die Abteilung Eishockey hatte ein Jubiläum und lud zu einem Fussball Turnier ein. Die Kneipen Mannschaft von meinem Vater hatte zu wenige Spieler und ich half aus. Ein Schiedsrichter kam nicht und mein Vater pfiff den ganzen Tag. Zum Dank gab es von der Eishockey Führung 2 Freikarten. Ich ging zusammen mit meinem Vater ins Stadion und eigentlich nie wieder nach Hause. Auf dem Weg zur Vize Meisterschaft beim Auswärtsspiel in Dortmund lernte ich auch noch die Liebe meines Lebens kennen. Sie war noch Eishockey Verrückter als ich. Gemeinsam mit ihr wurde ich der Namensgeber der Gladiators, ein echter Eishopper durch die Stadien Europas, Amerika und Canada. Ich war zusammen mit ihr mal in einer einzigen Saison 207x live im Stadion. Jedes mögliche Nachwuchsspiel bis zur 1. Mannschaft und die Nachbarclubs angeschaut. Für die Gladiators seit 9 Jahren mehr oder weniger mit die Auswärtspresse am machen. Nachdem meine Lebensgefährtin nach 20 Jahren und 9 Monaten plötzlich an einem Herzinfarkt verstarb vor fast 4 Jahren, ist es mit mir mit dem Eishockey etwas ruhiger geworden. Ich sammle keine Game worn Trikots mehr, ich hoppe nicht mehr durch die Stadien. Einzig UNSERE Gladiators gebe ich niemals auf, das habe ich ihr am Sterbebett versprochen....


    Hobbyscout

  • Bin Ende der 80 Jahre zum Eishockey gekommen. Die Abteilung Eishockey hatte ein Jubiläum und lud zu einem Fussball Turnier ein. Die Kneipen Mannschaft von meinem Vater hatte zu wenige Spieler und ich half aus. Ein Schiedsrichter kam nicht und mein Vater pfiff den ganzen Tag. Zum Dank gab es von der Eishockey Führung 2 Freikarten. Ich ging zusammen mit meinem Vater ins Stadion und eigentlich nie wieder nach Hause. Auf dem Weg zur Vize Meisterschaft beim Auswärtsspiel in Dortmund lernte ich auch noch die Liebe meines Lebens kennen. Sie war noch Eishockey Verrückter als ich. Gemeinsam mit ihr wurde ich der Namensgeber der Gladiators, ein echter Eishopper durch die Stadien Europas, Amerika und Canada. Ich war zusammen mit ihr mal in einer einzigen Saison 207x live im Stadion. Jedes mögliche Nachwuchsspiel bis zur 1. Mannschaft und die Nachbarclubs angeschaut. Für die Gladiators seit 9 Jahren mehr oder weniger mit die Auswärtspresse am machen. Nachdem meine Lebensgefährtin nach 20 Jahren und 9 Monaten plötzlich an einem Herzinfarkt verstarb vor fast 4 Jahren, ist es mit mir mit dem Eishockey etwas ruhiger geworden. Ich sammle keine Game worn Trikots mehr, ich hoppe nicht mehr durch die Stadien. Einzig UNSERE Gladiators gebe ich niemals auf, das habe ich ihr am Sterbebett versprochen....


    Hobbyscout

    Sehr schöne - aber leider auch sehr traurige Geschichte! Tut mir leid, das mit deiner Lebensgefährtin!

  • Zum Eishockey im allgemeinen, und letztlich auch zum ESC Vilshofen bin ich Mitte der 80er Jahre über einen Cousin gekommen der damals beim ESC im Nachwuchs spielte. Zunächst kam ich nur sporadisch zu den ESC Spielen weil ich ein paar km von VOF entfernt wohnte und da die Busverbindung katastrophal war.

    Ab der Saison 89/90 war ich dann durch einen Ortswechsel bedingt hemmungslos und gönnte mir jedes Heimspiel viele Nachwuchsspiele und irgendwann ging es auch auswärts wobei die erste Auswärtsfahrt gleich im Teambus nach Trostberg ging wo es zu derzeit noch richtig heftig zugehen konnte und auch ging.

    Besonders hat mir immer gefallen das es beim ESC doch etwas familiärer zugeht und mal ehrlich bei welchem Verin fährt der 1.Vorstand am Sonntag vormittag bei einem Fan vor um diesem mitzuteilen das die Abfahrt zum Auswärtsspiel um eine Stunde vorverlegt wurde.

    Highlights gab es viele wie die Auswärtsfahrt nach Crimmitschau wo man vor über 4000 Zuschauern einen Sieg holte oder in der Quali zur Regionalliga nach Bad Liebenzell im Schwarzwald,wohin wir am Sonntag Vormittag losfuhren um dann am Montag früh wieder daheim zu sein.

    Obwohl es immer wieder mal Leute gab die mich nach Landshut oder Deggendorf(da siehst du mal vernünftiges Eishockey) mitnehmen wollten stand für immer fest das der ESC mein Verein ist und bleibt daran konnte auch der bittere Abstieg seinerzeit aus der Bayernliga nichts ändern.

    Wenn ich sehe wie viele Vereine schon bei uns zu Gast waren(Hedos München,EV Regensburg,Bayreuth,Memmingen oder Weiden) die dann in höhere Sphären entschwanden um dann irgendwann wieder bei uns auf zu schlagen, oder ganz zu verschwinden bin ich schon stolz darauf einem Verein die Treue zu halten bei dem immer mit Vernunft gehandelt wurde und wird.

  • Mein erstes Livespiel im Eishockey war Bad Wörishofen gegen Augsburg im Jahr 1983.

    Danach war ich viele Jahre in Kaufbeuren als Zuschauer und kam auch dabei zu einer Hobbyeishockeymannschaft als Betreuer und im Laufe der Zeit als Cotrainer. Nach dem Abstieg und dem Wiederaufstieg des ESVK kam ich mit dem damaligen Manager übers Kreuz. Nach seiner Aussage dass man auf Zuschauer nicht angewiesen ist endete für mich das Kapitel ESVK. Weil auch gleichzeitig bei der Hobbymannschaft Erfolg mehr als Teamgeist zählte hatte ich am Saisonende die Schnauze vom Eishockey voll und warf alles hin.

    Hier hätte alles zu Ende sein können, aber es kommt immer anders als man denkt. Einige Spieler der Hobbymannschaft hatten schon 1 Jahr vorher die Schnauze voll und gingen zu einem anderen Team. Im Spätsommer bearbeiteten mich diese Spieler doch mal diesen Verein anzuschauen und dort weitermachen. Letztendlich schaute ich mir die Sache mal an, aber eigentlich nur damit endlich Ruhe war. Aber ich erkannte schnell dass dort wieder richtiger Teamgeist vorhanden war und fand die Freude am Eishockey wieder. Weil die Trainings und viele Spiele in Buchloe waren kam ich dahin. Zuerst sah ich vereinzelte Spiele, und auch der Sprung von 1. Liga zur Landesliga brauchte Zeit. Aber langsam fand ich Gefallen am Eishockey der Landesliga und wurde zum Stammzuschauer. Nach vielen Anläufen gelang der Aufstieg in die Bayernliga, und ich konnte zum Glück sehr viele Spiele live erleben, und viele Eishockeyfans persönlich kennenlernen. Leider musste ich vor einigen Jahren bei der Hobbymannschaft aufhören weil ich es nicht mehr schaffte den Job so zu machen wie ich es mir vorstelle. Die letzten Jahre konnte ich durch gesundheitliche Probleme nicht mehr so oft im Stadion sein, aber umso mehr genieße ich jetzt jedes Spiel das ich vor Ort erleben kann. Zusätzlich kommt auch noch die Weisheit (oder Blödheit) des Alters dass man auch glücklich ist wenn es ein schönes Spiel zum sehen gibt. Dabei ist es zweitrangig welches Team am Ende gewinnt. Letztendlich ist es nur ein Spiel, und es gibt wichtigere Dinge im Leben. Trotzdem werde ich auch in der kommenden Saison hoffen dass die Pirates die Rückkehr in die Bayernliga schaffen.